Neubau des Bahnhofs

Sonntag, den 15. Oktober 2006
Kategorie: Unsere Anlage

Eines unserer größten Projekte im Jahr 2006 stellte der Neubau unseres Bahnhofs dar. Im Laufe der Zeit stellten wir fest, dass unser bisherigen Bahnhof ein paar kleine Macken hatte, die ein bisschen störten.

Bahnhof alt Hierzu gehörte beispielsweise eine Kreuzungsweiche im rechten Weichenfeld, über die vier der fünf Bahnhofsgleise sowie die Gütergleise versorgt wurden. War diese Weiche mit einer Fahrstraße belegt, so bildete sich leicht ein Stau. Ein anderes Problem waren die im Verhältnis zur Anlagengrößte relativ kurzen Bahnsteiglängen. Das kürzeste Bahnhofsgleis fasste gerade einmal vier Waggons und eine Lok, damit alle Fahrgäste am Bahnsteig aussteigen konnten.

Kurzerhand entschlossen wir uns Anfang 2006, den alten Bahnhof komplett abzureißen und neu zu bauen. Bei dieser Gelegenheit wurden auch noch weitere Gleise im Untergrund eingezogen, die den Betrieb dort erleichtern werden.

Gleisplan Bahnhof Parallel dazu begannen wir mit der Planung des Bahnhofs. Hierbei setzten wir erstmals das Programm "XTrkCad" ein, das seit kurzem frei verfügbar ist. Es bietet alle Möglichkeiten, die man sich in der Gleisplanung wünscht, einschließlich der bequemen Verlegung von Flexgleisen. Das englischsprachige Programm bietet sogar die Möglichkeit, den Gleisplan im Maßstab 1:1 auszudrucken und damit die Grundlage für die weitere Gleisverlegung zu bilden.

Gleisplan auf Anlage In unserem Bahnhof treffen sich die Gleise der beiden Schattenbahnhöfe in der linken Einfahrt. Rechts findet sich der Anschluss an die Hauptstrecke sowie an die Nebenbahn. Unten wird im nächsten Schritt das Betriebswerk folgen. Im neuen Gleisbild treffen die beiden Schattenbahnhöfe erst im rechten Weichenfeld aufeinander. Ein Wechsel im linken Weichenfeld ist nicht mehr möglich, wurde aber in der Praxis auch nie gebraucht. Dafür haben die Bahnsteige deutlich an Länge gewonnen. Bereits der kürzeste fasst bereits mehr als sechs Waggons plus Lok. Zwischen den Bahnsteiggleisen findet sich jeweils ein Umfahrgleis, das Güterzügen und Zügen, die nicht im Bahnhof anhalten, die direkte Durchfahrt ermöglicht.

Die Grundplatte des neuen Bahnhofs bildet ein 14mm Sperrholz, auf das wir als Schalldämmung 2mm Kork geklebt haben. Hierauf legten wir den Gleisplan, den wir im Maßstab 1:1 auf einem Plotter ausdrucken ließen.

Bahnsteige Bevor wir mit den Gleisen anfingen, sägten wir die Bahnsteige aus 12mm Sperrholz aus. Im Bahnhof hatten wir Flexgleise in Radien von fünf bis sechs Metern zu verlegen. Es war nun wesentlich einfacher, zuerst die Bahnsteige zuzusägen und zu montieren, um anschließend mit einem Abstandsholz von 7mm Stärke alle Gleise mit demselben Abstand zum Bahnsteig zu verlegen. Das Papier im Untergrund liegt auf dieser Fläche nicht regelmäßig genug und würde somit für leichte Ungenauigkeiten im Gleisverlauf sorgen.

Das bisherige Gleismaterial konnte weitgehend wieder verwendet werden. Gegenüber unserer bisherigen Vorgehensweise schraubten wir die Gleise jetzt nur noch fest und klebten sie nicht mehr. Dies lässt auch nachträgliche Korrekturen problemlos zu.

erste Probefahrt Bei der ersten Probefahrt waren wir dann sehr gespannt, ob alles funktionieren würde. Langsam setzte sich der Zug in Bewegung und rollte anschließend aus dem Bahnhof aus, als ob er das schon immer getan hätte. Die Probefahrten auf sämtlichen Gleisen liefen einwandfrei, und die Abstände zu den Bahnsteigen sind sehr regelmäßig und immer ausreichend. Die umfangreiche Planung und gewissenhafte Ausführung hat sich somit gelohnt.

Der neue Bahnhof Der neue Bahnhof wird in Zukunft einen der Mittelpunkte unserer Anlage bilden. Er ist groß genug, um auch längere Reisezüge problemlos aufzunehmen. Mit der optimierten Gleisführung wird er genügend Möglichkeiten bieten, um den Zugverkehr auf der Anlage abwechslungsreich und reibungslos zu mitzugestalten.

In der Bildergalerie finden sich noch weitere Bilder zu diesem Projekt.